Wundversorgung im Sommer

Hitze, Schweiß und Sonne stellen die Wundversorgung im Sommer vor besondere Herausforderungen. Wundauflagen halten schlechter, Infektionsrisiko steigt und Kompressionsstrümpfe werden zur Qual. Mit den richtigen Maßnahmen kommen Sie und Ihre Wunde gut durch den Sommer.

Herausforderungen bei Hitze

  • Mehr Schweiß: Feuchtigkeit weicht die Wundumgebung auf und Pflaster lösen sich
  • Höheres Infektionsrisiko: Wärme und Feuchtigkeit fördern Bakterienwachstum
  • Ödeme verstärken sich: Hitze weitet die Gefäße – Beine schwellen stärker
  • Sonnenbrand: Narbengewebe und Wundumgebung sind besonders sonnenempfindlich
  • Kompression wird unangenehm: Strümpfe und Verbände fühlen sich bei Hitze belastend an

Tipps für die Wundversorgung im Sommer

Wunde schützen

  • Sonnenschutz: Wunden und Narben mit LSF 50+ schützen oder abdecken. UV-Strahlung stört die Heilung und verfärbt Narben dauerhaft.
  • Verband kontrollieren: Bei starkem Schwitzen häufiger prüfen, ob der Verband noch sitzt.
  • Wasserfeste Fixierung: Spezielle wasserfeste Folienverbände schützen beim Duschen und bei leichtem Schwitzen.

Baden und Schwimmen

  • Offene Wunden: Nicht in Schwimmbädern, Seen oder im Meer baden – Infektionsgefahr!
  • Duschen: Mit wasserdichtem Verband möglich. Wunde nicht direkt dem Wasserstrahl aussetzen.
  • Nach Wasserkontakt: Verband wechseln, Wunde kontrollieren.

Kompression im Sommer

  • Dünne Sommermodelle: Fragen Sie nach dünneren Kompressionsstrümpfen mit kühlendem Material.
  • Morgens anziehen: Wenn die Beine noch schlank sind und es noch nicht so warm ist.
  • Beine kühlen: Kaltes Wasser über die Strümpfe laufen lassen, Kühlspray verwenden.
  • Nicht weglassen: Gerade im Sommer schwellen Beine stärker – Kompression ist wichtiger denn je!

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