Nässende Wunde

Eine nässende Wunde sondert dauerhaft Flüssigkeit ab – das sogenannte Wundexsudat. Ein gewisses Maß an Feuchtigkeit ist normal und sogar wichtig für die Heilung. Doch wenn eine Wunde übermäßig nässt, kann das die Heilung verzögern und die umliegende Haut schädigen.

Warum nässt eine Wunde?

Wundflüssigkeit (Exsudat) ist eine natürliche Reaktion des Körpers: Sie transportiert Immunzellen zur Wunde, spült Keime aus und liefert Nährstoffe für die Heilung. Problematisch wird es, wenn die Menge zu groß ist – etwa bei Infektionen, Venenschwäche oder wenn die Wunde nicht richtig versorgt wird.

Ursachen starker Wundnässe

  • Infektion: Bakterien lösen eine Entzündungsreaktion aus
  • Venöse Insuffizienz: Der Blutstau drückt Flüssigkeit ins Gewebe
  • Ödeme: Wassereinlagerungen im Gewebe
  • Große Wundfläche: Mehr Fläche bedeutet mehr Exsudat

Richtige Versorgung

Moderne Wundauflagen können große Mengen Flüssigkeit aufnehmen und gleichzeitig ein feuchtes Wundmilieu aufrechterhalten. Superabsorber, Schaumstoffauflagen und Alginat-Verbände sind speziell für stark nässende Wunden entwickelt. Entscheidend ist auch der Schutz der Wundumgebung mit Hautschutzcremes oder -filmen.