Vakuumtherapie (V.A.C.-Therapie)

Die Vakuumtherapie – auch Unterdruck-Wundtherapie oder V.A.C.-Therapie genannt – ist ein bewährtes Verfahren bei schwer heilenden Wunden. Ein kontrollierter Unterdruck wird auf die Wunde aufgebracht, der überschüssige Flüssigkeit absaugt, die Durchblutung fördert und die Bildung von neuem Gewebe anregt.

Wie funktioniert die Vakuumtherapie?

Ein spezieller Schwamm oder Verband wird in die Wunde eingelegt und mit einer luftdichten Folie abgedeckt. Über einen Schlauch wird der Schwamm mit einer kleinen Pumpe verbunden, die einen konstanten oder intermittierenden Unterdruck erzeugt (meist 75–125 mmHg).

Wirkung

  • Wundflüssigkeit wird abgesaugt – reduziert Schwellung und Bakterienlast
  • Durchblutung wird gefördert – mehr Sauerstoff und Nährstoffe im Wundgebiet
  • Granulationsgewebe wird stimuliert – neue Gewebsbildung beschleunigt
  • Wundränder werden zusammengezogen – die Wunde verkleinert sich
  • Feuchtes Wundmilieu – optimale Heilungsbedingungen

Für welche Wunden geeignet?

  • Große, tiefe Wunden mit viel Gewebeverlust
  • Postoperative Wundheilungsstörungen
  • Dekubitus Stadium III und IV
  • Diabetische Fußwunden
  • Offene Brüche (nach chirurgischer Versorgung)
  • Verbrennungswunden
  • Hauttransplantat-Fixierung

Ablauf im Alltag

Die Vakuumtherapie kann sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden. Tragbare Pumpen ermöglichen den Einsatz zu Hause – so können Patienten ihren Alltag weitgehend normal gestalten. Der Verbandwechsel erfolgt in der Regel alle 2–3 Tage durch geschultes Fachpersonal.

Die Therapiedauer hängt von der Wunde ab – typisch sind 2–6 Wochen. Die Kosten werden bei entsprechender Indikation von der Krankenkasse übernommen.


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