Wundversorgung zu Hause

Viele chronische Wunden werden überwiegend zu Hause versorgt – von Pflegediensten, Angehörigen oder den Betroffenen selbst. Mit dem richtigen Wissen und den passenden Materialien kann die häusliche Wundversorgung erfolgreich sein. Dieser Ratgeber gibt praktische Tipps.

Grundregeln der häuslichen Wundversorgung

  • Hygiene: Hände gründlich waschen oder desinfizieren, Einmalhandschuhe tragen
  • Wundreinigung: Mit steriler Wundspüllösung (NaCl 0,9% oder Ringerlösung), nicht mit Leitungswasser
  • Verbandwechsel: Regelmäßig nach ärztlicher Anweisung, nicht zu häufig (stört die Heilung)
  • Beobachten: Veränderungen dokumentieren – Größe, Farbe, Geruch, Schmerzen

Tipps für Angehörige

Als Angehöriger können Sie einen großen Beitrag zur Wundheilung leisten: Achten Sie auf ausreichende Ernährung (besonders Eiweiß und Vitamine), unterstützen Sie bei der Bewegung und sorgen Sie für eine saubere, trockene Umgebung. Scheuen Sie sich nicht, bei Veränderungen der Wunde frühzeitig ärztliche Hilfe zu suchen.

Wann zum Arzt?

Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn: die Wunde größer wird statt kleiner, starke Rötung oder Schwellung auftritt, die Wunde unangenehm riecht, Fieber auftritt oder starke Schmerzen zunehmen. Ein spezialisiertes Wundzentrum kann die Behandlung überprüfen und anpassen.


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