Die Kompressionstherapie ist eine der wirksamsten Behandlungen bei chronischen Wunden an den Beinen. Durch gezielten Druck von außen wird der Blutfluss in den Venen verbessert, Schwellungen gehen zurück und die Wundheilung wird gefördert. Ohne Kompression heilt ein venöses offenes Bein in den meisten Fällen nicht.
Wie wirkt Kompressionstherapie?
Der Druck von außen unterstützt die Venen bei ihrer Arbeit: Das Blut wird wieder effektiver zum Herzen transportiert, der Druck in den Beinvenen sinkt. Dadurch gehen Ödeme zurück, die Haut wird besser durchblutet und die Wundheilung kann beginnen.
Kompressionsklassen
- Klasse I (leicht): 18–21 mmHg – bei leichter Venenschwäche
- Klasse II (mittel): 23–32 mmHg – Standardversorgung bei Ulcus cruris
- Klasse III (kräftig): 34–46 mmHg – bei schwerer Venenschwäche und Lymphödem
- Klasse IV (sehr kräftig): über 49 mmHg – bei schwersten Fällen
Kompression im Alltag
Moderne Kompressionsmaterialien sind komfortabler als ihr Ruf. Anziehhilfen erleichtern das Anlegen, und spezielle Sommermodelle machen die Kompression auch bei Hitze tragbar. Entscheidend: Die Kompression muss konsequent getragen werden – auch nach der Wundheilung, um ein Wiederauftreten zu verhindern.
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